Japanische Unterhaltung

Heute war auf der Arbeit nichts Besonderes geboten. Am späten Nachmittag hat mir meine Tutorin seit langer Zeit mal wieder bei etwas geholfen, das sich zum Glück am Ende als einfacher als erwartet herausstellte.

Am Abend bin ich mit dem Chinesen und dem Spanier zu einem englischen Rakugo (落語) Recital gegangen. Da heute dem Mondkalender nach der letzte Tag des Winters und morgen der erste Tag des Frühlings ist, wurden traditionell die bösen Geister, die so genannten Oni, vertrieben. Dies geschieht normaler Weise, indem man mit Bohnen nach ihnen wirft. In unserem Fall heute haben sich zwei Männer mit Oni-Masken vor das Publikum gestellt und ließen sich mit Bohnen und Erdnüssen bewerfen. Nach kurzer Zeit sind sie geflohen. Damit war das Böse vertrieben.

Das Rakugo an sich besteht aus dem Vortrag einer Kurzgeschichte, welcher diversen Regeln unterliegt. So ist zum Beispiel die vom Publikum aus gesehen rechte Seite für die ältere oder höher gestellte Person und auch das Innere (z.B. eines Hauses) vorbehalten. Die vom Publikum aus linke Seite ist dem Jüngeren oder sozial niedriger Gestellten, bzw. dem Außen vorenthalten.

Insgesamt wurden fünf lustige Kurzgeschichten vorgetragen und eine etwas ernstere. Dabei fand ich eine der Kurzgeschichten besonders unterhaltsam (was war dein Traum?), aber auch die ernste war sehr mitreißend.

Nach dem Rakugo sind wir in eine Art Restaurant, das eher an ein Izakaya erinnerte, gegangen. Es war ein wirklich unterhaltsamer und spaßiger Abend! :)

Der Chinese, der Spanier und ich mit den Rakugo-Künstlern

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