Nudeln und Bier

Heute fuhr ich schon am frühen Vormittag Richtung Yokohama. Nachdem wir uns dort trafen, gingen wir in ein neben dem Yokohama Lankmark Tower gelegenes Einkaufszentrum und danach zu dem Cupnoodles Museum, also ein Museum für Instantnudeln. Anfangs war ich ja echt ein wenig skeptisch, aber wie es sich herausstellen sollte, war der Besuch dort wirklich äußerst unterhaltsam. Man erfuhr Interessantes über die Geschichte und den Erfinder der Instantnudeln. Dazu gab es neben einer Ausstellung auch einen kleinen Kinofilm. Unterhaltsam war ein Raum, der von außen normal aussah, aber in Wirklichkeit verzerrt war und so eine optische Täuschung erzeugte. So etwa, dass ein Kind genau so groß erschien, wie ein Erwachsener. Erwähnt werden muss auch eine sehr schön gemachte Installation, die nur aus kleinen Plasikbäumen und weißen, sehr hellen LEDs bestand und durch Bewegen dieser ein sehr schönes, mit Musik unterlegtes Schattspiel an die Wand warf. Es gab auch ein Restaurant, in dem ich italienische Paste versuchte und die in der Tat gar nicht mal so schlecht war. Danach folgte der Höhepunkt des Besuches im Museum: man konnte sich seine eigene Cupnoodles herstellen! Dazu bekam man einen dieser typischen Becher, der nur den Firmenschriftzug in rot trug. Den Rest konnte man dann nach Belieben selbst mit bunten Filzstiften gestalten. Danach konnte man an einer Maschine selbst die Nudeln durch Drehen an einem Rad in den Becher füllen und an einer Theke die Geschmacksrichtung und vier Zutaten bestimmen. Darauf hin wurde der Becher verschlossen und in Folie eingezogen. Zu letzt bekam man dann eine aufblasbare, durchsichtige Plastiktüte, in die man seine individuellen Cupnoodles durch Aufblasen einpacken konnte. Das Ganze erinnerte zwar irgendwie stark an alte Kindergarten- oder Schulzeiten, machte aber dennoch sehr viel Spaß! :) Nach dem Besuch des Museums gingen wir auf das nahegelegene Yokohama Oktoberfest. Als erstes fiel mir auf, dass am Eingang des Festzeltes kein deutsches Bier verkauft wurde. Tztztz. Aber im Zelt war so ziemlich jede große deutsche Bierbrauerei vertreten. Auch außen gab es einen großen Stand vom münchner Hofbräuhaus. Was das Essen anging, so muss ich sagen, haben die Würstchen, das Fleisch und das Sauerkraut wirklich gut und authentisch geschmeckt. Allerdings glaube ich, dass ich mit 1300円 (~13€), das teuerste Bier bis jetzt in meinem Leben gekauft habe. Wohl gemerkt 0,5 Liter! Und dazu kamen dann noch 1000円 (~10€) Pfand! Und ja, wie nicht anders zu erwarten hatten sie wohl eine bayrische Musikgruppe engagiert, die im Zelt musizierte. Leider genau das Programm, was man zu so einer Veranstaltung erwarten würde. Dem Publikum hat es auf jeden Fall gefallen und im Zelt war eine Stimmung, wie auf einem Rockkonzert. Wie gesagt, was sie Musik anging, war es jetzt nicht meins, aber das Bier war gut, das Essen lecker und die Begleitung mehr als angenehm. Also alles in allem ein wunderschöner Tag! :)

Im Festzelt auf dem Yokohama Oktoberfest war eine Stimmung, wie auf einem Rockkonzert – Video

Yokohama Landmark Tower

Die Nippon Maru mit dem Riesenrad Cosmo Clock 21 im Hintergrund

Der Eingang vom Cupnoodles Museum

Alle bis her hergestellten Cupnoodles

Die heutige Produktpalette

Blick auf die Yokohama Bay Bridge

Momofuku Ando, der Erfinder der Cupnoodles und Gründer von Nissin

Die my Cupnoodles factory

Unsere Designs von vorne…

…und von hinten. Das linke ist meins. ;)

Am Schluss gut verpackt.

Wäre noch etwas frei gewesen, hätten wir auch noch die Nudeln selbst herstellen können.

Oktoberfest, wir kommen!

Aber erstmal anstehen.

Stand des Hofbräuhaus

Im Festzelt

Hm, lecker, Essen! :)

Teil der Skyline von Yokohama in der Nacht

Das Riesenrad in der Nacht

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