Miez, miez

Heute morgen ging es einmal mehr zur Tsukuba City Hall, um etwas Bürokratisches zu erledigen. Am späten Vormittag hat mir dann meine Tutorin bei einer anderen bürokratischen Sache geholfen, die aber so einfach war, dass ich sie hätte auch alleine erledigen können. Nun, jetzt weiß ich es wenigstens für die Zukunft. ;)

Danach sind wir noch zur Post gegangen. Das Lustige war, dass der Bostbeamte dort auf Deutsch bis drei zählen konnte. Er erzählte, dass er schon zweimal in München war und dass ihm Schloss Neuschwanstein sehr gefallen hat. Am Ende verabschiedete er sich mit einem “Danke!”. ;)

Am Mittag aß ich mit meiner Tutorin zusammen お弁当 (Obento). Vor dem Konbini auf dem Institutsgelände gibt es eine kleine Terasse mit Tischen und Stühlen, wo wir es uns gemütlich machten. Dort lernte ich auch die Katze kennen, die dort wohnt.

Später gab es eine kurze Einführung in den Japanisch-Sprachkurs am Institut, die ich aber schon vor drei Wochen hatte. Es war also hauptsächlich für den einen Studenten aus Vietnam interessant. Spannend war allerdings, dass der Lehrer erzählte, dass er letzte Woche in Tschechien war, um eine Oper zu inszenieren und dort den Enkel des Komponisten Smetana getroffen hat. Er zeigte einige Fotos, die auch Smetanas Wohnhaus beinhalteten, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, aber in dem noch viele Einrichtungsgegenstände Smetanas stehen.

Am Nachmittag musste ich dann an einer Strahlenschutzbelehrung teilnehmen. Außer mir gab es nur einen weiteren Teilnehmer. Uns wurden zwei Broschüren zum Thema Strahlenschutz und Arbeiten in eingeschränkten Bereichen gegeben und wir bekamen etwa eine Stunde etwas erzählt. Danach gab es noch einen mehr als einfachen Test, der aus einem Fragebogen bestand mit hauptsächlich Multiple-choise-Fragen. Das Lustige dabei war, dass wir die Broschüren zum Beantworten der Fragen benutzen konnten und wir wurden in der Zeit des Test alleine gelassen, also konnten wir uns auch austauschen. Das war nur bei einer Frage nötig, bei der wir nicht wirklich wussten, was wir schreiben sollte. Es ging um die Pflichten und Verantwortung, die ein Arbeiter im Sicherheitsbereich hat. Ich habe dann einfach die entsprechenden zwei Kapitel aus der Broschüre zusammengefasst und das Ganze mit “Obey the rules (=befolge die Regeln)” überschrieben. Insgesamt habe ich den Test ohne Fehler bestanden. Jetzt habe ich ein eigenes Dosimeter. ;)

Am Abend bin ich dann mit dem einen Studenten, der sich mit mir das Büro teilt, essen gegangen. Wir hatten uns für Ramen entschieden. Zufälliger Weise war es dem Ramen, den ich am Sonntag in Asakusa aß, sehr ähnlich. Aber das machte nichts, da der Geschmack dann doch stark variierte und es sehr lecker war. Nach dem Essen fuhren wir noch zum 牛久大仏 (Ushiku Daibutsu = großer Buddah von Ushiku). Leider war es schon so spät, dass die Statue nicht beleuchtet war und man nur den Umriss sehen konnte. Aber auch das war schon sehr imposant, da der Buddah ca. 100 m hoch ist.

Die Institutskatze

Ramen

Ushiku Daibutsu bei Nacht

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3 Responses to Miez, miez

  1. Konsulus says:

    Das Bild der Katze ist genial :D Finde die sieht ziemlich evil aus :D Schau mal genau nach ob ihr Schwanz schon am spalten ist ^^

  2. Mathieu says:

    Ich finde auch, dass die Katze böse schaut. ;D und in der Tat war ihr Schwanz nur halb so lang, wie man es erwarten würde und auch etwas verformt. ;)

  3. Konsulus says:

    Nun eigentlich muss er sich längs spalten und nicht in der Mitte der Länge ^^